PROGRAMM FESTIVAL 2021

 

Wichtige Infos:

Einlass ins HUMBUG UND INS NEUE KINO nur mit gültigem COVID-Zertifikat!

Wegbeschreibung HUMBUG: Hier gehts lang!

Wegbeschreibung neues kino: Hier gehts lang!

Mittwoch, 1. September, 19 h, HUMBUG    

Eröffnungsabend

Nach der Keynote von Philosophin und Anthropologin Anna Bloom Christen laden wir ein zum Kurzfilmtalk: Gäste aus Forschung und Kultur bringen je einen Kurzfilm mit, der eine originelle und unerwartete Perspektive auf das Thema Körper eröffnet. Im Gespräch mit dem Publikum erkunden sie das Verhältnis von Wissenschaft, Kunst, Körper und Film und geben so einen Vorgeschmack auf die kommenden Festivalveranstaltungen. Eine Kunstperformance mit einem Exoskelett rundet den Abend ab.

Mit Claudio Miozzari, Grossrat BS (Bildungs- und Kulturkommission), Anna Bloom Christen, Philosophin und Anthropologin (Universität Basel), Milva Stutz, Filmemacherin, Jean-Yves Wach, Biochemiker und Sara Koller, Künstlerin. Moderation: Vivienne Kuster, Journalistin

Kurzfilmtalk präsentiert von F. Hoffmann-La Roche AG 

 

Dienstag, 7. September, 18.30 h, neues kino

Anti-Gesichtserkennungs-Make Up

Anmeldung erforderlich – Achtung: NEUES DATUM: 7. September, 18.30 h

Workshop

Teilnehmende ab 12 Jahren können selbst Make Up auflegen und Haare stylen, um Überwachungskameras auszutricksen. Die zeitgenössische Basler Künstlerin Nika Timashkova leitet die Umgestaltung von Gesichtern und Frisuren an. Mittels Gesichtserkennungs-Software wird aufgezeigt, wie schwierig es für Algorithmen wird, Gesichter mit dem entsprechenden Make Up zu identifizieren.

 

Dienstag, 7. September, 20 h, neues kino

Coded Bias (USA/China/UK, 2020)

Filmabend mit einer Einführung von Maria Eriksson (Medienwissenschaftlerin, Universität Basel) und anschliessendem Gespräch

Der Dokumentarfilm untersucht die Reproduktion von Vorurteilen und Ungleichheit durch Algorithmen, nachdem die M.I.T.-Forscherin Joy Buolamwini rassistische und sexistische Diskriminierung in der Gesichtserkennungstechnologie grosser Techkonzerne aufgedeckt hat.

Regie: Shalini Kantayya, 85 Min. (OV mit UT). Die Einführung findet ausnahmsweise auf Englisch statt.

 

Mittwoch, 8. September, 20 h, HUMBUG 

Ideale Schönheit – schön und gut?   

Cocktailabend zu Schönheit, Identität und dem Körper als Kunstwerk

Das Rauschlabor lädt zum Gespräch mit Expert*innen für Wahrnehmung und Körpergestaltung ein. Beim Zubereiten und Geniessen von Cocktails tauschen sich Forschende und Publikum über ästhetische, philosophische, medizinische und gesellschaftliche Fragen rund um Schönheitsideale aus.

Mit Jörg Scheller, Kunsthistoriker und Body Builder (ZHdK), Conny Hasler, Tänzerin (Zeitgenössische Tranzgruppe StrandGut), Barbara Mijuskovic, Oberärztin ästhetische Chirurgie (Unispital Basel), Tephrania, Tattoo Artist, Anita Vrolijk, Textildesignerin (F+F Schule für Desing und Kunst) und der Perfomance Some Body*ies von Nika Timashkova, Stella Meris, Anna Byskov und Apo Yasa

 

Dienstag, 14. September, 20 h, neues kino

Paris is burning (USA, 1990)

Filmabend mit einer Einführung von Aylin Yildirim Tschoepe, Geschlechterforscherin (Universität Basel) und anschliessendem Gespräch

Der Dokumentarfilm porträtiert die Ballroom-Subkultur in New York City in den 1980er Jahren: Queere People of Colour treffen sich zu Tanz- und Kostümwettbewerben, bei denen gesellschaftlich dominante Zuschreibungen von Race, Gender und Klasse gesprengt werden.

Regie: Jennie Livingston, 78 Min (OV mit UT)

 

Mittwoch, 15. September, 20 h, HUMBUG 

Haben Daten ein Geschlecht? 

Round Table zum Gender Data Gap

Warum gibt es auf Wikipedia viel mehr Artikel über Männer als über Frauen? Auf welche Quellen kann eine Historikerin zurückgreifen, wenn sie nicht-männliche Akteur*innen in der Geschichte sichtbar machen will? Und wie kommt es, dass selbst die Datenerhebung in medizinischen Studien oft nur vom männlichen Körper ausgeht? In der Wissensproduktion ist der männliche Körper immer noch die Norm, während weibliche und trans Körper bestenfalls als Spezialfall berücksichtigt werden. Das Round Table-Gespräch sucht nach Ursachen und Lösungsansätzen für den Gender Data Gap in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.

Mit Caroline Arni, Historikerin (Universität Basel), Muriel Staub, Präsidentin Wikimedia Schweiz, Karolin Heckemeyer, Sportwissenschaftlerin (FHNW), Frank Luck, Gesundheitswissenschaftler und Geschlechterforscher (Universität Basel), Moderation: Reena Thelly, Journalistin (SRF)

Kurzfilmtalk: Filmstill aus MY DEAR LOVER 2019 © Milva Stutz

Kurzfilmtalk: Filmstill aus Fantastic Voyage, 1966

Rauschlabor 2019 © s+f/Raphael Hünerfauth

Dazzle Make Up Quelle: Flickr

Fotograf: Nsey Benajah by: Unsplash

Roundtable 2019 © s+f/Raphael Hünerfauth

 

Dienstag, 21. September, 20 h, neues kino   

Freaks (USA, 1930)

Filmabend mit einer Einführung von Johannes Binotto (Kulturwissenschaftler, Hochschule Luzern) und anschliessendem Gespräch

Der Horrorfilm erzählt von Menschen mit aussergewöhnlichen Körpern, die in einem Wanderzirkus ihren Lebensunterhalt verdienen. Als die Artist*innen betrogen und erniedrigt werden, sinnen sie auf Rache. Bei der Veröffentlichung war «Freaks» ein Skandal, die Besetzung von Menschen mit Behinderungen in den Hauptrollen brach 1932 viele gesellschaftliche Tabus. Erst später wurde die einfühlsame und emanzipierte Darstellung der Protagonist*innen und ihrer Bedürfnisse gewürdigt, so dass «Freaks» zum Kultfilm avancierte.

Regie: Tod Browning, 64 Min (OV mit UT)

 

Mittwoch, 22. September, 20 h, HUMBUG   

ScienceQuiz  

Kniffliges und Kurioses rund um das Thema Körper: Teams bestehend aus Besucher*innen und Wissenschaftler*innen stellen sich den nicht immer einfachen aber immer kreativen Fragen. Einige der Fragen stammen von den Expert*innen der vorhergehenden Events – wer also unser Festival besucht und aufmerksam zuhört, könnte am Ende die Nase vorn haben.

Moderation: Sina DellAnno, Germanistin (Universität Basel)

 

Abschlusswochenende    

Freitag, 24. September, ab 20 h, HUMBUG   

Mobil mit Exoskelett (20 Uhr)

Workshop

Sich frei bewegen zu können ist ausschlaggebend für die Selbständigkeit und die Lebensqualität. Für Menschen mit schwachen Beinen ist dies jedoch oft nicht selbstverständlich. Der Workshop zeigt, wie ein Exoskelett die Mobilität unterstützen kann und lädt Menschen mit und ohne Muskelschwäche zum Staunen und Ausprobieren ein.

Mobil mit Exoskelett wird präsentiert von Myosuit und Künstlerin Sara Koller

 

 

Literaturnacht (22 Uhr)

Lesungen und Performances mit Texten von und mit (menschlichen) Körpern.

Im Taumel der Nacht feiern wir die Verschmelzung von Literatur, Musik und Wissenschaft!

Dshamilja Adeifio Gosteli (Lehrperson und transdisziplinäre Künstlerin), Delia (small-fat Femme Kulturschaffende), Ralph Tharayil (Schriftsteller und Performer) und Jasmine Keller (queer Femme Poet_in und Pilger_in) lesen eigene und andere Texte aus unterschiedlichen Genres. Die Philosophin und An­th­ro­po­lo­gin Anna Bloom Christen spricht über Körperspannungen beim Flanieren und kommt anschliessend ins Gespräch mit Jasmin Keller.

Musikalische Rahmung:

Zum ersten Mal als Duo vereint, betören uns Karin Ospelt mit ihrer facettenreichen, souligen Stimme und Luca Glausen (aka Luke Le Loup) als aufgeschlossener Groove-Tüftler mit Beats, Synths, Samples und Basslines. Mal schräg obskur, mal eklektisch pulsierend.

Organisation und Moderation: Angelina Hofer

 

Samstag, 25. September, ganztags, Klybeckareal  

Building Bodies (13 h), K106 EG

Anmeldung erforderlich

Workshop

Futuristische Masken und Körperteile! An diesem Workshop mit Kindern und Jugendlichen, angeleitet vom Materiallager OFFCUT, entstehen neue Masken und Körperteile. Unter dem Motto “Building Bodies” gestalten wir neue physische Erweiterungen, um körperliche Grenzen zu überwinden. An der Performance am Samstag 25.09.21 um 16.15 Uhr (nach dem Workshop) kann man die Resultate bestaunen!

 

Massgeschneiderte Gene – die Ethik der Genschere (14.30 h), HUMBUG

Interaktive Debatte zu CRISPR & Bioethik 

Die Genschere CRISPR könnte die Medizin revolutionieren, wirft aber auch zahlreiche ethische und politische Fragen auf. Warum wird diese Technologie so kontrovers diskutiert? Wer entscheidet über die Bestimmungen und Grenzen ihrer Anwendung? Und wie könnte sie unser Verhältnis zum menschlichen Körper neu definieren? Das Publikum und die Forschenden aus der Gentechnologie, Medizin und Bioethik erarbeiten gemeinsam Antworten.

Mit Dominic Höpfner, Biochemiker (Novartis), Tanja Krones, Ethikerin (Universitätsspital Zürich), Markus Affolter, Prof. für Entwicklungsbiologie (Universität Basel), Moderation: Marguerite Meyer, Journalistin

präsentiert von Syngenta Group 

Mit Dominic Höpfner, Biochemiker (Novartis), Tanja Krones, Ethikerin (Unispital Zürich), Markus Affolter, Prof. für Entwicklungsbiologie (Universität Basel), Moderation: Marguerite Meyer

 

Wissenschaft Macht Politik. Macht Wissenschaft Politik?(16.30 h), HUMBUG

Corona-Debatte: Workshop (16.30 h) und Podiumsdiskussion (19.00 h)

Zweiteiliger Event zum Thema “Wie beeinflussen wissenschaftliche Expertisen politische Entscheidungen?” Die Corona-Krise führt eindrücklich vor, wie komplex sich die Zusammenarbeit von Wissenschaften und Politik gestaltet. Im Workshop werden konkrete Szenarien mit Forschenden und Schauspieler*innen durchgespielt, um die Rolle der Wissenschaften im demokratischen Entscheidungsprozess besser zu verstehen.   Eine Podiumsdiskussion zur Rolle der Wissenschaften in der Corona-Krise rundet den Schwerpunkt ab.

Workshop mit Margret Hund-Georgiadis, Neuromedizinerin (Rehab Basel), Felix Uhlman, Rechtswissenschaftler (Uni Zürich), Margarethe Wiedenmann, Medizinerin (Swiss TPH) und Mitglied der COVID Task Force des Bundes, Julia Amann, Bioethikerin (Uni Zürich), Stefan Riedener, Philosoph (Uni Zürich), sowie mit der Theatergruppe Prinz Ip: Shanice Borer, Anna Möll, Alexander Powell, Robert Reinecke. Für Workshop Anmeldung erforderlich (Für die Podiumsdiskussion braucht es keine Anmeldung). Der Workshop ist für alle mit Festivalpass kostenlos.

Podium mit Thomas Steffen, Kantonsarzt BS, Sarah Bütikofer, Politikwissenschaftlerin (Uni Zürich, Sotomo), Christoph Hoffmann, Wissenschaftsforscher (Uni Luzern), Moderation: Martina Rutschmann, Journalistin.

Teilnahme an der Podiumsdiskussion auch ohne Teilnahme am Workshop möglich.

ScienceQuiz 2019 © s+f/Raphael Hünerfauth

Literaturnacht 2019 © s+f/Raphael Hünerfauth 

Spielabend 2020 © s+f

Stadtrundgänge

Anmeldung erforderlich

Inklusion und Exklusion in der urbanen Lebenswelt

Ein Spaziergang durch das Spannungsfeld idealer Stadtplanung und sozialer Realität

Die Stadt ist dynamischer und diverser Lebensraum, eine urbane Nische; Wohnort, Arbeitsort, Raum für Freizeit, Unterhaltung, Bewegung, Konsum, Schutz – aber auch Lärm, Schmutz, Verkehr, Gefahr und Angst. Diese Gegensätze offenbaren sich für alle auf ganz unterschiedliche Weise. Wie bewegt sich eigentlich eine Person mit Rollstuhl durch die Stadt? Verändern sich die Wege, wenn man plötzlich mit Kinderwagen mobil sein muss? Wie orientiert sich eine blinde Person im Getümmel? Und wie werden wir eigentlich alle bewusst und unbewusst durch die Infrastruktur gelenkt, unterstützt oder behindert? Diesen Fragen spazieren wir nach – auf einem Rundgang durch das Kleinbasel – mit dem Ziel, einmal die Stadt der Anderen zu erkunden.

  • Donnerstag, 19. August: 18:00 Treffpunkt Messeplatz
  • Mittwoch, 25. August: 18:00 Treffpunkt Messeplatz
  • Mittwoch, 15. September: 18:00 Treffpunkt Messeplatz (20:00 Veranstaltung @ Humbug)
  • Freitag, 24. September: 18:00 Treffpunkt Messeplatz (20:00 Veranstaltung @ Humbug)
  • Samstag, 25. September: 16:30 Treffpunkt Humbug (direkt anschliessend an Veranstaltung) – 17:00 Treffpunkt Messeplatz (19:00 Abschlussveranstaltung @ Humbug)